Förderung für E-Carsharing erhöht

Die Nachfrage nach elektrobetriebenen Fahrzeugen, die von der Allgemeinheit je nach Bedarf genutzt werden können, steigt auch in Tirol. Diese erfreuliche Entwicklung wird mit einer seit Jahresbeginn geltenden Erhöhung der Förderquote für E-Carsharing und E-Ladestellen in Gemeinden unterstützt und damit die nachhaltige Mobilität in Tirol weiter vorangetrieben, wie LHStvin Ingrid Felipe erläutert: „E-Carsharing ist insbesondere in jenen Gegenden wichtig, in denen der erste oder der letzte Reiseabschnitt nicht mehr durch den öffentlichen Verkehr befahren wird. Dieses Angebot stellt somit eine flexible und umweltfreundliche Ergänzung zu den klassischen Öffis dar.“ Durch diese erhöhte Förderung werden Kosten eines neuen Elektroautos mit 5.000 Euro und damit um 2.000 Euro mehr als bisher sowie E-Ladestellen mit maximal 4.000 Euro unterstützt. „Zugang zu den neuen Mobilitätsangeboten soll aber die gesamte Öffentlichkeit haben“, hebt LHStvin Felipe hervor. „Deswegen ist die Förderung daran gebunden, dass das E-Fahrzeug in das Netzwerk des Verkehrsverbund Tirol (VVT) integriert und eine mit dem VVT kompatible Buchungsplattform verwendet wird.“ Sind diese Voraussetzungen gegeben, wird das Fahrzeug automatisch in den Vertrieb und das Auskunftssystem des VVT aufgenommen, in welchem mittlerweile schon 35 E-Autos in 23 Tiroler Gemeinden registriert sind. „Das ermöglicht allen Interessierten einen gesamthaften Angebotsüberblick und garantiert einheitliche Preise im ganzen Land“, betont LHStvin Felipe.  
 

Ob im Alltag oder in der Freizeit – Radfahren boomt, und zwar nicht erst seit Corona. Diesem anhaltenden Trend zur nachhaltigen Mobilität und aktiven Freizeitgestaltung trägt auch die Euregio Rechnung. Drei jeweils die Länder- bzw. Provinzgrenzen überschreitende Rundrouten sollen künftig die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino auch mit dem Rad noch besser erfahrbar machen.

Die Basis für die geplanten Rundrouten, die sich zu einem dreiblättrigen Kleeblatt zusammenfügen, sind bestehende Radverbindungen. In Tirol sind das etwa der Radweg Via Claudia Augusta, der Innradweg oder der Drauradweg. Im Zuge einer kürzlich in Auftrag gegebenen EuregioRadwegestrategie wird zudem erhoben, welche Abschnitte und Lückenschlüsse in Ergänzung zu den in allen drei Ländern vorhandenen Radwegen noch notwendig sind. Gute Voraussetzungen im Radland Tirol. „Wir haben in Tirol dank des großen Engagements der Tourismusverbände und Gemeinden beste Voraussetzungen für die nunmehrige Euregio-Radstrategie. Im Zuge der im Jahr 2015 gestarteten Tiroler Radwegoffensive wurden die Kräfte im Land Tirol zum Ausbau der Radinfrastruktur gebündelt und die Finanzmittel für den Ausbau der Radwege deutlich erhöht“, freut sich LHStv Josef Geisler über eine gute Basis. Doch auch in Tirol gibt es noch Lücken im regionalen und überregionalen Radwegenetz. „Das Euregio-Projekt wird ein zusätzlicher Anreiz für die Regionen sein, ihre Projekte voranzutreiben und zu beschleunigen. Das Land Tirol stellt die erforderlichen Fördermittel für den Ausbau der Radinfrastruktur jedenfalls zur Verfügung.“
Einer dieser noch notwendigen Lückenschlüsse auf Tiroler Gebiet betrifft den Radweg Via Claudia Augusta. „Wir haben es im Bereich der Festung Altfinstermünz aufgrund des Geländes mit einem technisch extrem schwierigen Abschnitt zu tun. Wie es aussieht, zeichnet sich aber eine Lösung ab, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden könnte“, berichtet Christian Molzer, Vorstand der Abteilung Verkehr und Straße des Landes Tirol. Derzeit wird auf der Strecke zwischen Pfunds und Nauders ein Radtransportdienst per Bus angeboten. Lückenschlüsse in Arbeit Bewegung kommt auch in die noch mangelhaft ausgebaute bzw. die noch fehlende Radverbindung im Wipptal zwischen Innsbruck und dem Brenner. „Hier ist die Trassenfindung eine große Herausforderung. Im Rahmen der Konjunkturoffensive haben wir aber vorsorglich die erforderlichen Mittel vorgesehen, damit der Wipptalradweg zügig verwirklicht werden kann“, ist LHStv Geisler zuversichtlich. Noch keine Planungen gibt es für eine Verbindung über den Pass Thurn und den Felbertauern. Diese Teilstrecke des Euregio-Kleeblatts muss möglicherweise noch länger auf der Pass-Thurn-Straße und der Felbertauernstraße mit dem Fahrradshuttle durch den Felbertauerntunnel zurückgelegt werden. Dafür wird es entlang der Isel und der Drau in Osttirol umso schöner. Nach den Unwetterschäden im Jahr 2018 ist die Sanierung und teilweise Neutrassierung des Drauradwegs mitsamt der Errichtung von vier neuen Brücken nunmehr abgeschlossen.
 

Natur- und Kulturgenuss per Rad

Schon heute bietet die Euregio unzählige attraktive Möglichkeiten zur Erkundung per Rad. „Mit den geplanten Rundrouten wird es noch interessanter, die Euregio mit dem Rad zu erkunden. Denn die Rundkurse führen nicht nur durch beeindruckende Naturlandschaften und erschließen hochwertige Kulturgüter, sie sind auch die Verknüpfung zu anderen Radwegen sowie zu den zahlreichen Mountainbike-Routen“, so LHStv Geisler. Allein in Tirol stehen 1.100 Kilometer Radwanderwege und über 6.000 Kilometer an freigegebenen Mountainbike-Routen zur Verfügung.
 

„Unser Klima können wir am besten schützen, indem wir nachhaltige Mobilitätslösungen anbieten. Um diese auch grenzüberschreitend umsetzen zu können, braucht es intensive Zusammenarbeit mit unseren Nachbarregionen“, betont Mobilitätslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe und verweist dabei auf die Euregio- Projekte, deren Ziel es ist, die Mobilität innerhalb der Europaregion weiter zu verbessern und auszubauen.

Seit diesem Sommer gibt es ein Öffi-Ticket, das erstmalig in der Euregio – Tirol, Südtirol und dem Trentino – grenzüberschreitend gültig ist. „Ob Kitzbühel oder Meran, Gardasee oder Achensee, Trento oder Innsbruck: Das grenzenlose Mobilitätsangebot zwischen den drei Landesteilen spielt eine sehr wichtige Rolle. Mit dem Euregio2Plus-Tages-Ticket fahren Einheimische sowie Gäste innerhalb der gesamten Region mit Bus und Bahn – wohin und so oft sie wollen“, erläutert Mobilitätslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe. Das Ticket kostet für zwei Erwachsene und bis zu drei Kindern bis 14 Jahren 39 Euro – damit können sämtliche Nahverkehrsmittel einen Kalendertag in der gesamten Europaregion genutzt werden. Dazu zählen in Tirol alle Bus-, Bahn- und Straßenbahnverbindungen des Verkehrsverbund Tirol (VVT) und der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB), sowie alle südtirolmobil-Verbindungen mit Bus, Trambahn und teilweise auch Seilbahnen. Im Trentino sind alle städtischen und außerstädtischen Dienste der Trentino trasporti SpA, die Zugverbindung Trento - Malè, die Zugverbindung der Valsugana zwischen Trient und Primolano, die Zugverbindung der Brennerlinie zwischen Borghetto e Mezzocorona/Auer und die Seilbahn Trento-Sardagna vom Euregio2Plus-Ticket inkludiert. Nicht im Preis inkludiert sind Fernverkehrsverbindungen wie etwa Eurocity (EC), Intercity (IC) oder Railjetverbindungen.
„Mit dem Euregio2Plus-Ticket können Familien mit bis zu fünf Personen das Auto zu Hause stehen lassen und die Europaregion mit den Öffis erkunden. Damit entlasten wir unsere Straßen, Luft und Natur und leisten einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz“, ist LHStvin Felipe überzeugt.

Euregio2Plus-Ticket

Das Ticket ist in der VVT-Ticket Smartphone-App sowie in den VVT-Vorverkaufsstellen und KundInnencentern, beim Lenkpersonal in den Regiobussen und an den ÖBB-Ticketautomaten erhältlich. In Südtirol wird das Euregio-2Plus-Ticket in den Bussen, bei den Ticketautomaten und bei den Verkaufsstellen, in der Provinz Trient bei den Verkaufsstellen der Trentino trasporti GmbH und Trenitalia verkauft.

Routenauskunft mit LinkingAlps

Die Schwierigkeit für Reisende, Auskunft über grenzüberschreitende Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erhalten, stellt oft eine Barriere beim Umstieg auf nachhaltigere Verkehrsmittel dar. Aus diesem Grund vernetzt das von 2019-2022 laufende Projekt LinkingAlps die Daten bestehender Fahrgastinformationssysteme mit Partnern aus Österreich, Deutschland, Italien, Slowenien, Frankreich und der Schweiz. „In Teilen der Euregio haben wir diesen Schritt bereits 2018 umgesetzt“, berichtet LHStvin Felipe. „Mit der VVT-SmartRide-App können die Fahrgäste schon heute die Öffi -Verbindungen zu jeder beliebigen Haltestelle innerhalb Tirols und Südtirols in Echtzeit abrufen.“
 

Mobilität im Fokus

Im Rahmen der Umsetzung der EU-Strategie für den Alpenraum (EUSALP) wurden neun Handlungsfelder definiert, die von grenzüberschreitender Zusammenarbeit profitieren – eines davon ist Mobilität. Die Leitung und Koordination dieser Arbeitsgruppe liegt beim Land Tirol, stellvertretend für die Euregio. Es wird daran gearbeitet, unnötige Hürden wie uneinheitliche Mautsysteme, lückenhafte öffentliche Verkehrsverbindungen oder nicht harmonisierte Verkehrsdatenerhebungen zu beseitigen. Hierfür soll die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen politischen Ebenen, zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren und über territoriale Grenzen hinweg verstärkt werden. So wurde unter anderem eine „Alpine Wissensplattform für Mobilität und Verkehr” (EUSALP Alpine Platform of Knowledge for Mobility and Transport), eine frei zugängliche digitale Plattform zum Vergleichen von Verkehrsdaten sowie verkehrspolitischer Herausforderungen im Alpenraum, entwickelt. Zudem ruft die Arbeitsgruppe auch eigene Projekte ins Leben, um zur Förderung nachhaltiger Mobilitätslösungen beizutragen und politische Empfehlungen abzugeben, die im nächsten Schritt auch auf den zuständigen Ebenen umgesetzt werden sollen.


 

Tagtäglich nutzen viele der in Tirol lebenden Menschen trotz geltender Verkehrsbeschränkungen öffentliche Verkehrsmittel, um weiterhin an ihre Arbeitsplätze zu gelangen oder um ihre notwendigen Einkäufe zu erledigen.

Darüber hinaus zeigt sich auch, dass die LenkerInnen, ZugbegleiterInnen und LokführerInnen, aber auch die vielen Menschen im Hintergrund, wie VerkehrsplanerInnen oder auch die MitarbeiterInnen in den KundInnencentern zu den unverzichtbaren Schlüsselpersonen in dieser schwierigen und in dieser Form noch nie dagewesenen Zeit zählen. Aufgrund der umfangreichen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, die zur Eindämmung des Coronavirus eingeführt wurden, können viele der mittlerweile über 135.000 VVT-StammkundInnen in Tirol die Leistungen des öffentlichen Verkehrs nicht vollends oder überhaupt nicht mehr nutzen. Für ihre Geduld und das entgegengebrachte Verständnis hat die Tiroler Landesregierung mit Zustimmung des Landtages beschlossen, allen StammkundInnen beim Erwerb ihres nächsten Tickets zehn Prozent beim Kauf eines Jahres-Tickets und 20 Prozent beim Kauf eines Semester-Tickets abzuziehen: „Dieser ‚Treuebonus‘ kommt damit sowohl jenen zugute, die das Öffi-Angebot in der Coronazeit nicht wie gewohnt nutzen können, als auch denjenigen, die nach wie vor täglich zur Arbeit fahren und damit unseren eingeschränkten Lebensalltag aufrechterhalten, gleichzeitig aber Wartezeiten oder auch Angebotseinschränkungen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln hinnehmen müssen“, betont Mobilitätslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe. Der öffentliche Verkehr wird in den kommenden Wochen entsprechend der geltenden Maßnahmen Schritt für Schritt bedarfsgerecht hochgefahren. Alle Fahrgäste werden daher gebeten, sich unmittelbar vor Fahrtantritt in der Fahrplanauskunft über die aktuellen Verbindungen zu informieren.
Weitere Informationen dazu unter: www.vvt.at/corona oder in der SmartRide Fahrplanauskunft.

Was muss ich beim Öffi-Fahren derzeit beachten?

Derzeit gilt eine Mund-Nasen-Bedeckungspflicht in den Öffis. Neben Masken sind auch Schals, Tücher und andere Mund-Nasen-Bedeckungen erlaubt.

Wo kann ich derzeit mein Ticket kaufen?

Kaufen Sie Ihre Tickets bitte kontaktlos online im VVT-Ticketshop unter tickets.vvt.at oder am Automaten.

Wo finde ich den aktuell gültigen Fahrplan?

Derzeit kommt es aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus immer wieder zu kurzfristigen Fahrplanänderungen. Alle Änderungen, sowie den aktuell gültigen Fahrplan finden Sie in der SmartRide Fahrplanauskunft und auf der Website des VVT.

An wen kann ich mich bei Fragen wenden?

Das VVT-KundInnencenter ist für Sie da. Bitte beachten Sie die geänderten Öffnungszeiten oder treten Sie telefonisch unter 0512 561616 oder per Mail an info@vvt.at in Kontakt.
 

Einschränkungen gibt es bei Bus und Bahn

In einigen Regionen in Tirol gibt es bereits Einschränkungen im öffentlichen Verkehr. Die Fahrgäste werden gebeten, sich über die Servicedienste des VVT vor Fahrtantritt zu informieren. Alle Infos zu aktuellen Fahrplänen und Änderungen finden Sie auf den Webseiten von VVT, ÖBB und IVB, in den Verkehrsmeldungen des VVT unter vvt.at/verkehrsmeldungen und in der Fahrplanauskunft über die VVT SmartRide App oder unter fahrplan.vvt.at

Weitere Informationen erhalten Fahrgäste telefonisch oder per E-Mail in den KundInnencentern: 
VVT KundInnenservice:  0512 56 16 16 oder unter info@vvt.at
IVB KundInnenservice:  0512 53 07-500 oder unter info@ivb.at
ÖBB KundInnenservice:  05-1717 
 

Die Tiroler Landesregierung hat in ihrem Regierungsprogramm zwei wesentliche Schwerpunkte für die Legislaturperiode von 2018 bis 2023 gesetzt. Neben dem Thema Wohnen wird seit dem Frühjahr 2018 noch intensiver an Lösungen in Sachen Verkehr gearbeitet.

„Die Transitproblematik war und ist eine der zentralsten Herausforderungen unserer Region“, betont LHStvin Ingrid Felipe. Das liegt an den besonderen topografischen Gegebenheiten mit den vielen Bergen und Tälern, an der geografisch bedeutsamen Lage zwischen dem europäischen Norden und Süden sowie an der florierenden Wirtschaft in Österreich und Europa. In den vergangenen Jahren hat sich durch die Globalisierung und das geänderte Konsumverhalten vieles verändert. Das hat zur Folge, dass der Güterverkehr und das Transportvolumen ebenso rasant gestiegen sind. Diese Entwicklung lässt sich auch an den LKW-Zahlen entlang der Brennerroute nachweisen, die aufgrund der günstigen Straßenmaut im Vergleich zu den Pässen in der Schweiz und Frankreich auch 2018 weiterhin die meistbefahrene alpenquerende Verbindung war. „Weder Ursachen noch Lösungen der Transitproblematik liegen allein in Tiroler Verantwortung. Wir als Tiroler Landesregierung haben dieses Jahr dennoch eine Reihe von Maßnahmen beschlossen und großteils auch schon umgesetzt, die einen weiteren Anstieg der transitierenden LKW eindämmen und mittelfristig einen Rückgang bewirken sollen“, verweist Verkehrslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe auf die Verschärfungen der LKW-Fahrverbote im heurigen Jahr. „Nichtsdestotrotz sind mittelfristig europäische Lösungen, wie die Einführung einer Korridormaut von München bis Verona herbeizuführen. Daran arbeiten wir mit Hochdruck.“

Euroklassen-Fahrverbot

Seit dem 31. Oktober 2019 gilt für Transit- LKW der Euroklassen 1 bis 4 zwischen Kufstein und Zirl ein generelles Fahrverbot, ab 1. Jänner 2021 folgt das Verbot für die Euroklasse 5. Ab 2021 dürfen somit nur noch LKW der Klasse 6 auf diesem Autobahnabschnitt das Unterinntal durchqueren. Diese Maßnahme hat das Ziel, die Luftqualität in Tirol zu verbessern, indem LKW älterer Bauart die Inntalautobahn nicht mehr befahren dürfen. „Durch das verschärfte Euroklassen- Fahrverbot verbieten wir in Zukunft noch restriktiver genau jene LKW, die besonders viele Emissionen ausstoßen und damit eine erhebliche Belastung für die Luft im Inntal darstellen“, stellt LHStvin Felipe fest.

Sektorales Fahrverbot

Ebenso ausgearbeitet und beschlossen wurde eine Verschärfung des Sektoralen LKW-Fahrverbotes. Damit dürfen neben bereits bisher schon verbotenen Gütergruppen wie Abfälle, Steine und Aushub, Stahl, Marmor und Fliesen ab 1. Jänner 2020 weitere Güter wie Papier und Pappe, flüssige Mineralölerzeugnisse, Zement, Kalk und gebrannter Gips, Rohre und Hohlprofile sowie Getreide nicht mehr mit Fahrzeugen über 7,5 Tonnen auf der A12 Inntalautobahn zwischen Kufstein und Ampass transportiert werden. „Neben der Erweiterung der Verbotsgüter wurden zugleich auch die Ausnahmen auf die allerneuesten Fahrzeuge der Euroklasse 6 eingeschränkt, die aktuell die umweltschonendste LKW-Klasse kennzeichnet. All diese Transporte durch Tirol werden ab 2020 über die Schiene zu transportieren sein“, stellt LHStvin Felipe klar. Ausgenommen sind neben den Klasse 6 LKW, welche ab 1. September 2018 erstmalig zugelassen wurden, Fahrzeuge mit Elektroantrieb und bis 31. Dezember 2022 sämtliche Schwerfahrzeuge der Klasse 5 im Ziel- und Quellverkehr. In Kooperation mit den ÖBB wird zur Bewältigung des auf die Schiene verlagerten Verkehrs die Rollende Landstraße stufenweise ausgebaut und verstärkt.

LKW-Winterfahrverbot

Vergangenen Winter wurde zum ersten Mal an bestimmten Samstagen ein LKW Fahrverbot erlassen. Dies verhinderte das Zusammentreffen des Reiseverkehrs mit dem Güterverkehr. „Durch diese Maßnahme konnten wir den LKW-Verkehr an Samstagen um durchschnittlich 65 Prozent reduzieren und so die Versorgungssicherheit, aber auch die Verkehrsflüssigkeit entlang des Inntales an den ohnehin schon verkehrsintensiven Samstagen sicherstellen“, verweist LHStvin Felipe auf die erfolgreiche Umsetzung im vergangenen Jahr. „Daher wird es von Jänner bis März an elf Samstagen wieder ein LKWFahrverbot zwischen Kufstein und dem Brenner geben, das dann ab 15 Uhr jeweils in das Wochenendfahrverbot übergeht.“

Fahrverbote wirken nur mit Kontrollen

Die unterschiedlichen LKWFahrverbote werden im Tiroler Straßennetz bei Kontrollstellen, in Kontrollbuchten aber auch oft im Streifendienst kontrolliert und überwacht: „Fahrverbote sind nur dann wirksam, wenn sie auch kontrolliert werden. Durch die hervorragende Zusammenarbeit mit der Tiroler Verkehrspolizei und den laufenden Verbesserungen in der Kontrollinfrastruktur hat Tirol das mit Abstand dichteste Schwerverkehrskontrollnetz Österreichs“, erläutert LHStvin Felipe und verweist auf circa 500.000 Schwerverkehrskontrollen im Jahr 2018. „Damit werden 20 Prozent aller Transit- LKW, die durch Tirol fahren, unter die Lupe genommen.“ In diesem Jahr wurde zusätzlich die Einsatzzeit des mobilen Prüfzuges um 30 Prozent erhöht, eine bezirksübergreifende Schwerverkehrskontrollgruppe Imst/Reutte installiert und die Kontrollstellen an der B 178 Loferer Straße und B 179 Fernpassstraße infrastrukturell besser ausgestattet.
 

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