02. September 2026

In die Pedale, fertig los!

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Für viele SchülerInnen in Tirol steht heuer wieder die Radfahrprüfung an. Vergangenes Jahr schaute Mobilitätslandesrat René Zumtobel bei einer Übung vorbei.
Mit dem neuen Schuljahr heißt es für viele SchülerInnen in Tirol auch wieder: Zeit für die Radfahrprüfung.

Diese wird üblicherweise in der 4. Klasse Volksschule absolviert. Wer die freiwillige Radfahrprüfung besteht, darf mit dem „Radführerschein“ bzw. Radfahrausweis unbeaufsichtigt am Straßenverkehr teilnehmen. Ohne die Radfahrprüfung dürfen Kinder erst ab zwölf Jahren ohne Begleitung alleine mit dem Fahrrad oder E-Scooter unterwegs sein. In Tirol koordiniert und begleitet die Mobile Jugendverkehrsschule Tirol seit 50 Jahren federführend die Prüfungen sowie zwei praktische Trainingseinheiten. Die Jugendverkehrsschule ist bei der Bildungsdirektion für Tirol angesiedelt.

Neu im Programm: E-Scooter

Ab diesem Schuljahr gibt es eine Neuerung: Da viele Kinder und Jugendliche gerne mit E-Scootern fahren, kann bei den praktischen Übungen auch mit dem Roller trainiert werden. „Die Vorbereitung auf den Radführerschein hat sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten etabliert und ist wesentlich, um Kindern Sicherheit im Straßenverkehr zu geben. Auch neue Entwicklungen finden Platz – nun stellen wir E-Scooter bereit, mit denen die Kinder in sicherer Umgebung üben können“, freut sich Verkehrs- und Mobilitätslandesrat René Zumtobel. Insgesamt zehn E-Scooter wurden aus Mitteln des Tiroler Verkehrssicherheitsfonds angekauft und der Mobilen Jugendverkehrsschule zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2025 gab es zudem neue Fahrräder für die Übungseinheiten. Die Übung mit dem E-Scooter ist freiwillig und nicht prüfungsrelevant.

Steigende Zahl an Unfällen mit E-Scooter

Die Zahl der Unfälle mit E-Scootern hat in den vergangenen Jahren rapide zugenommen. 2025 wurden 51 E-Scooter-FahrerInnen auf Tirols Straßen schwer und 180 leicht verletzt. Österreichweit war ein Viertel der verletzten E-Scooter-FahrerInnen unter 14 Jahre alt. Viele dieser Unfälle sind auf Fahrfehler, überhöhte Geschwindigkeit und die Missachtung von Ver- und Geboten zurückzuführen.
Rechtlicher Hintergrund
Kinder unter zwölf Jahren dürfen laut Straßenverkehrsordnung nur dann ohne Begleitung einer Aufsichtsperson mit dem Fahrrad oder E-Scooter am Straßenverkehr teilnehmen, wenn sie einen Radfahrausweis haben. Für Kinder bis zwölf Jahre gilt Helmpflicht am Fahrrad, am E-Bike bis 14 Jahre und am E-Scooter muss bis zum 16. Geburtstag ein Helm getragen werden. Die Helmpflicht gilt auch für Kinder, die in einem Fahrradanhänger oder Kindersitz befördert werden.

Gehsteig? Na! Straße? Ja!

So lautet einer der prägnanten Sprüche der aktuellen Verkehrssicherheitskampagne des Landes. Durch zielgruppenspezifische Werbung und verstärkte Polizeikontrollen sollen E-Scooter künftig nicht mehr auf Gehsteigen zu sehen sein. Auch weitere Regeln werden kommuniziert und kontrolliert. Beispielsweise die Helmpflicht am E-Scooter bis 16 Jahre, die Promillegrenze von 0,5 oder die höchstzulässige Geschwindigkeit von 25 km/h.
Weitere Informationen zur Kampagne: www.tirol.gv.at/obacht


Schulstart bedeutet erhöhte Rücksichtnahme im Straßenverkehr

Für rund 7.900 SchülerInnen steht in wenigen Tagen der erste Schultag ihres Lebens an. Gerade Volksschulkinder der 1. Klasse sind in den kommenden Wochen oftmals zum ersten Mal alleine im Straßenverkehr unterwegs. Damit sie sicher in der Schule ankommen, werden verschiedenste Maßnahmen gesetzt. In ganz Tirol starten wieder insgesamt rund 30 „Pedibusse“. Dieses Projekt des Klimabündnis Tirol wird vom Land im Rahmen des Mobilitätsprogramms und vom Tiroler Verkehrssicherheitsfonds gefördert. „Den Schulweg zu Fuß zu absolvieren, ist gut für die Kinder – es ist gesund, fördert den Zusammenhalt und steigert das Selbstvertrauen. Zudem reduziert es den motorisierten Verkehr. Gleichzeitig haben viele Eltern Sorge, ihren Kindern könnte etwas passieren. Der Pedibus ist optimal, damit Kinder Begleitung haben und die Eltern entlastet werden“, so LR Zumtobel. Der Pedibus ist sozusagen ein „Zu-Fuß-Bus“. Kinder werden an definierten Haltestellen von einer erwachsenen Begleitperson abgeholt und gehen dann in den ersten Wochen gemeinsam zur Schule, bis der Schulweg gefestigt ist. In vielen Tiroler Gemeinden sind das ganze Schuljahr über zudem ehrenamtliche SchulweglotsInnen im Einsatz. „Ich appelliere an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, ganzjährig Rücksicht zu nehmen und bei Kindern im Straßenverkehr entsprechende Vorsicht walten zu lassen. Wenn wir alle aufmerksam und rücksichtsvoll sind, kann die Verkehrssicherheit erhöht werden“, so LR Zumtobel.
 

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