05. Februar 2025

So sorgen Sie für mehr Sicherheit zu Hause!

Vermummter Mann, der in ein Haus einbricht.
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Sorgen Sie für mehr Sicherheit in Ihrem Zuhause!
Der Schutz vor Einbrüchen und Bränden ist für die Sicherheit in den eigenen vier Wänden von entscheidender Bedeutung.

Die Tiroler Landeszeitung hat mit den Experten Hans-Peter Seewald, Leiter der Kriminalprävention des Landeskriminalamts, und Landesfeuerwehrinspektor Rene Staudacher gesprochen und für Sie die wichtigsten Tipps zusammengefasst.

Einbruchschutz:

Was soll ich zuhause beachten?

Hans-Peter Seewald: Haus- und Wohnungstüren sollten mit hochwertigen Mehrfachverriegelungen und Sicherheitsbeschlägen ausgestattet sein. Fenster und Terrassentüren brauchen einbruchshemmende Verriegelungssysteme und Sicherheitsverglasungen. Bei Neubauten empfehlen wir zertifizierte Sicherheitsfenster. Auch elektronische Sicherungseinrichtungen wie Alarmanlagen oder Videoüberwachungen können helfen. Wichtig ist: Fenster und Türen immer verschließen, auch bei kurzer Abwesenheit. Bei längeren Reisen sollten Briefkästen geleert und Häuser bewohnt wirken.

Welche Erfahrungen macht die Polizei mit Einbrechern?

Einbrüche passieren auch oft tagsüber, in der dunklen Jahreszeit auch in der Abenddämmerung. Täter nutzen vor allem Schwachstellen wie gekippte Fenster. Zielobjekte sind meist Bargeld, Schmuck und leicht transportierbare Wertgegenstände.

Was tut die Polizei, um Einbrüchen entgegenzuwirken?

Prävention ist zentral. Wir bieten kostenlose Vor-Ort-Beratungen durch Präventionsbedienstete an. Professionell installierte Alarmanlagen können direkt mit der Polizei verbunden werden. Im Bereich Repression arbeiten wir mit modernsten Ermittlungs- und Fahndungsmethoden und setzen auf internationale Zusammenarbeit. Sicheres Wohnen – Einbruchschutz
Alle Infos zur Förderung des Landes von Schutzmaßnahmen gegen Einbrüche finden sich unter: www.tirol.gv.at/Einbruchschutz 
Anfragen zur Vor-Ort-Beratung können direkt an das Landeskriminalamt per E-Mail gestellt werden: E-Mail: LPD-T-LKA-Kriminalpraevention@polizei.gv.at 

Brandschutz:

Wie kann ich Brände zuhause vermeiden?

Rene Staudacher: Rauchwarnmelder gehören in alle Aufenthaltsräume und Gänge – immer am höchsten Punkt des Raumes montieren und regelmäßig prüfen. Feuerlöscher und Löschdecken sollten griffbereit sein. Beim Umgang mit Kerzen, offenem Feuer und elektrischen Geräten ist Vorsicht geboten: Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen, defekte Geräte nicht verwenden und Überlastung von Steckdosen vermeiden. Auch bei Hitzequellen wie Heizgeräten und Kochstellen gilt es, brennbare Materialien fernzuhalten und stets wachsam zu bleiben.

Welche Rolle spielen Rauchmelder?

Rauchmelder erkennen Brände frühzeitig und warnen akustisch. Besonders wichtig ist dies nachts, wenn der Geruchssinn inaktiv ist. Automatische Brandmeldeanlagen können die Feuerwehr direkt alarmieren und die Reaktionszeit verkürzen. Regelmäßige Kontrollen, etwa Staub entfernen sowie Batterien und Funktion prüfen, sind unerlässlich.

Wie verhalte ich mich im Ernstfall richtig?

Ruhe bewahren, die Feuerwehr unter 122 alarmieren, Hausbewohnerinnen und Hausbewohner warnen und in Sicherheit bringen. Löschen Sie nur, wenn Sie sich nicht selbst gefährden. Nutzen Sie Fluchtwege und vermeiden Sie verrauchte Bereiche – bleiben Sie bodennah, um Hitze und Rauch zu entgehen. Die eigene Sicherheit hat immer Vorrang!

Stimmt es, dass ...

... defekte Kabel, etwa das Handy-Ladekabel, zu Bränden führen können?

Ja, deshalb sollten elektrische Geräte, auch Ladekabel, regelmäßig auf Schäden geprüft werden.

... überhitztes oder brennendes Öl in der Pfanne mit Wasser gelöscht werden soll?

Nein, auf keinen Fall. Ersticken Sie es mit einem Deckel oder mit einer Löschdecke und schalten Sie die Herdplatte aus. Löschversuche mit Wasser führen zu einer meterhohen Stichflamme.

... Netzstecker von elektronischen Geräten nach Gebrauch ausgesteckt werden sollten?

Ja, da trotzdem Strom fließt und dadurch Wärme entsteht. Es ist daher nicht auszuschließen, dass Netzteile bei einem Defekt in Brand geraten, auch wenn das Gerät gerade nicht verwendet wird. 

Haben Sie gewusst, dass ...

... 95 Prozent der Todesfälle bei Bränden auf eine Rauchgasvergiftung zurückzuführen sind?
... nur 45 Prozent der Haushalte in Österreich einen Rauchwarnmelder installiert haben?
... rund ein Drittel der Menschen, die bei Bränden ums Leben kommen, durch Rauchwarnmelder gerettet werden könnten? 
 

Kommentar:
Sicherheit ist ein Grundbedürfnis – vor allem in den eigenen vier Wänden. Sowohl beim Brand- als auch beim Einbruchsschutz gilt: technische Maßnahmen wie sichere Fenster und Türen sowie moderne Rauchwarnmelder und aufmerksames Verhalten sind stets entscheidend. Deshalb werden seitens des Landes mit der Initiative „Sicheres Wohnen – Einbruchschutz“ mechanische Schutzmaßnahmen bei Fenstern und Türen gefördert, um die Einbruchsicherheit zu verbessern.
– LRin Astrid Mair 
 

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