zurück zur Übersicht
03. Mai 2020

Regional einkaufen – Tirol stärken

Das Land Tirol an deiner Seite.
Beitrag teilen
Das Land Tirol an deiner Seite.
Der zu Beginn der Coronapandemie von vielen befürchteten Lebensmittelengpass ist dank der heimischen Landwirtschaft, den regionalen Verarbeitungsbetrieben und dem Handel nie eingetreten. In der Krise zeigt sich: Die Landwirtschaft ist das Rückgrat der Lebensmittelversorgung.

Doch auch die Tiroler Landwirtschaft hat die Coronakrise in vielen Bereichen hart getroffen. All jene bäuerlichen Betriebe, die eng mit der Gastronomie und dem Tourismus kooperieren, Urlaub am Bauernhof anbieten oder Geschäftsbeziehungen und Absatzmärkte im benachbarten Italien haben, haben ihre Geschäftsgrundlage von heute auf morgen verloren. Besonders schwer betroffen ist die Fleischproduktion bzw. -verarbeitung. 60 Prozent des Rindfleischs werden außer Haus verzehrt, die Schließung von Gasthäusern, Hotels, Skihütten und Fast-Food-Restaurants wirkt sich dramatisch auf den Rindfleischabsatz aus. Die Ställe sind voll, die Restaurants leer. Und nicht viel anders sieht es in manchem Käsekeller aus. Zum fehlenden Absatz kommt hinzu, dass der Frühling und Frühsommer traditionell die stärkste Zeit in der Milchproduktion ist.

Selbstversorgung auch nach der Krise

„Auch bei vielen bäuerlichen Familien geht es um die Existenz. Ziel des Landes Tirol ist es, den landwirtschaftlichen Betrieben durch die Krise zu helfen und die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln für die Bevölkerung nachhaltig zu sichern. Wir wollen uns auch in Zukunft weitgehend selbst versorgen können“, verweist LHStv Josef Geisler auf maßgeschneiderte Hilfsmaßnamen für die kleinstrukturierte Tiroler Landwirtschaft. Der Landeskulturfonds bietet land und forstwirtschaftlichen Betrieben Überbrückungskredite, Unterstützung des Landes Tirol gibt es bei der Stabilisierung des Rinder- und Milchmarkts.

Wertschöpfung durch Wertschätzung

Einkaufen war schon einmal entspannter. Ob am Bauernmarkt, Ab-Hof oder im Supermarkt – ohne Mund-Nasen- Schutz und Desinfektionsmittel geht nichts mehr. Aber die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Produkten ist gesichert. Tirols Bäuerinnen und Bauern liefern. „Helfen Sie beim Einkauf mit, damit auch in Zukunft die Versorgung mit regionalen Produkten gesichert ist. Diese Wertschätzung bedeutet Wertschöpfung und Arbeitsplätze“, dankt LHStv Geisler all jenen, die schon in der Vergangenheit auf Regionalität gesetzt haben und dies in der derzeitigen Situation ganz bewusst und verstärkt tun.

Liebe Konsumentinnen und Konsumenten!

Damit wir diese Krise bestmöglich überstehen, wird aktuell ein Hilfspaket nach dem anderen geschnürt. Aber es kommt auch auf uns selbst – auf jede Einzelne und jeden Einzelnen – an. Wir haben es in der Hand, zu welchem Milchprodukt wir im Kühlregal und in der Käsevitrine greifen. Almrind schlägt Argentinien, Tiroler Kalbl kann was. Wir brauchen keine importierten Grundnahrungsmittel, Preiskämpfe auf dem Rücken der heimischen Landwirtschaft oder Schleuderaktionen. Seite an Seite wollen wir diese Krise überstehen und unsere bäuerlichen Familien, regionalen Verarbeitungsbetriebe, unsere Nahversorger, BäckerInnen, MetzgerInnen und Sennereien in den Dörfern unterstützen. Regional einkaufen heißt Tirol, heißt uns selbst stärken.
Josef Geisler
Landeshauptmann-Stellvertreter
 

Letzte Ausgaben