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29. Jänner 2020

Regierungsklausur: 700 Millionen Euro zur Absicherung des Standorts Tirol

Schnürten ein Konjunkturpaket – im Bild von li.: LR Johannes Tratter, LRin Gabriele Fischer, LHStv Josef Geisler, LHStvin Ingrid Felipe, LH Günther Platter, LRin Patrizia Zoller-Frischauf, LRin Beate Palfrader und LR Bernhard Tilg.
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Schnürten ein Konjunkturpaket – im Bild von li.: LR Johannes Tratter, LRin Gabriele Fischer, LHStv Josef Geisler, LHStvin Ingrid Felipe, LH Günther Platter, LRin Patrizia Zoller-Frischauf, LRin Beate Palfrader und LR Bernhard Tilg.
Vorausschauendes Handeln im Lichte einer schwächelnden Konjunktur – unter dieser Prämisse fixierte die Tiroler Landesregierung ein Standortprogramm, damit Tirol zukunftsfit bleibt: 700 Millionen Euro werden dafür in den Jahren 2020/21 in den Arbeits- und Wirtschaftsstandort Tirol fließen.

Social Media Container: https://www.youtube.com/watch?v=Jfd33-hyAYcWährend das Wirtschaftswachstum im Jahr 2019 in Österreich zwischen 1,6 und 2 Prozent lag, werden für das Jahr 2020 zwischen 1,2 und 1,3 Prozent bzw. in Tirol zwischen 1 und 1,5 Prozent prognostiziert. Außerdem nahm im Dezember 2019 die Arbeitslosigkeit in vier österreichischen Bundesländern erstmals wieder zu.
Wenn die Konjunktur- und Wirtschaftskurve nach unten zu verlaufen beginnt, ist es unter anderem Aufgabe der Politik, hier vorbeugend gegenzusteuern. Wie? Indem umfassende Investitionen in den Standort vorgenommen werden, um die Wirtschaftsleistung Tirols anzukurbeln. Gleichzeitig werden damit Arbeitsplätze gesichert.
In Tirol passiert genau das in den kommenden zwei Jahren: Auf Basis des Doppelbudgets 2020/21 werden beispielsweise in den Straßenbau, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, in die Landwirtschaft sowie in den Tourismus 425 Millionen Euro investiert.

Mehr Förderung für den Arbeitsmarkt

Hinzu kommen Arbeitsmarktförderungen, die um 15,4 Prozent auf insgesamt 11,2 Millionen Euro pro Jahr erhöht werden. Gemeinsam mit weiteren Förderungen für den Wirtschafts- und Arbeitsstandort sind es 700 Millionen Euro, die über das Programm „Standort Tirol 2020/21“ investiert werden.
Im Bundesländervergleich hat Tirol seit Monaten die geringsten Arbeitslosenzahlen. Im Dezember 2019 lag die Quote hierzulande bei 4,2 Prozent – damit waren rund 15.800 Personen ohne Erwerbstätigkeit. Um negative Entwicklungen bestmöglich abzufedern, wird auch weiterhin kräftig in den Arbeitsmarkt investiert. Das heißt, dass mithilfe von speziellen Initiativen beispielsweise Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integriert und Lehrlingsförderungen weiterhin stark forciert werden sollen.

Nachhaltige Absicherung bringt Innovation für die Zukunft

Alle oben genannten Maßnahmen sollen unter dem Gesichtspunkt des Klimas und der Nachhaltigkeit erfolgen – dass das ein Gebot der Stunde ist, steht für die Tiroler Landesregierung außer Frage. Denn ein Wirtschaften, das sich an Klimagerechtigkeit orientiert, eröffnet Innovationsmöglichkeiten und verschafft dem Standort Tirol einen Vorteil im internationalen Vergleich.
So können beispielsweise Betriebe beim „KlimaCheck“ ihre ressourcenschonende Arbeitsweise analysieren lassen – das reicht vom Energieverbrauch bis hin zur Abfallwirtschaft. Auch die Infrastruktur für den öffentlichen Verkehr soll weiter stark ausgebaut werden: 53 Millionen Euro werden 2020/21 investiert, womit auch die Mobilität und damit die Lebensqualität in Tirol gestärkt werden. Schriftlich festgehalten wurde all das im Programm „Standort Tirol 2020/21“. „Die Tirolerinnen und Tiroler können sich darauf verlassen, dass wir entschieden gegen eine nach unten verlaufende Konjunkturkurve ankämpfen werden. Denn ein starker, nachhaltiger Wirtschafts- und Arbeitsstandort generiert Leistung, die für den Wohlstand und die Lebensqualität in unserem Land ausschlaggebend ist“, sind sich LH Platter und LHStvin Felipe einig.

Wissenswert

  • Investitionen in den Tiroler Wirtschaftsstandort: 419,5 Millionen Euro … dazu zählen eine Bauoffensive sowie Schutzbauten der Wildbach- und Lawinenverbauung
  • Infrastruktur-Investitionen in den öffentlichen Personennahverkehr: 53 Millionen Euro … dazu zählen Gelder für den Ausbau der Regionalbahn
  • Wirtschaftsförderung und Digitalisierung: 136,8 Millionen Euro … dazu zählen Mittel zum Breitband-Ausbau in ganz Tirol
  • Investitionen in die Landwirtschaft: 57,85 Millionen Euro … dazu zählen Gelder für tierschutzgerechte Nutztierhaltung sowie Investitionen nach Hofübernahmen
  • Investitionen in den Tourismus: 11 Millionen Euro … dazu zählen Förderungen für Tourismusverbände
  • Arbeitsmarktförderung: 22,5 Millionen Euro … dazu zählen Mittel für Projekte, die benachteiligte Gruppen von Arbeitssuchenden unterstützen

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