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29. Jänner 2019

Neues Wohnen in alten Mauern

von Maximilian Brandhuber
LR Johannes Tratter informiert sich regelmäßig vor Ort über die Projekte, wie hier beim erneuerten Oberkollerhof in Söll.
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LR Johannes Tratter informiert sich regelmäßig vor Ort über die Projekte, wie hier beim erneuerten Oberkollerhof in Söll.
3 Jahre, 47 Projekte, 86 neue Wohn- oder Geschäftseinheiten. 12.000 Quadratmeter Nutzfläche – die Bilanz der Dorferneuerung kann sich sehen lassen.

Von einem neuen Gemeindezentrum in Pettneu über zahlreiche sanierte Leerstände in Silz bis hin zur Gestaltung eines Dorfplatzes in Kals werden seit über 30 Jahren in ganz Tirol Projekte in den Gemeinden gefördert. Die Ziele sind dabei klar definiert: Unterstützung der Gemeinden und Privatpersonen bei der Sanierung von Gebäudebestand, Belebung der Infrastruktur in den Ortskernen sowie die Reduzierung von Neuwidmungen von Bauland in den Ortsrandgebieten. Der für Dorferneuerung zuständige Landesrat Johannes Tratter sieht vor allem in der Schaffung von Nutzungsflächen für die Tiroler BürgerInnen einen wesentlichen Vorteil: „Mit Unterstützung der Dorferneuerung und Ortskernrevitalisierung konnten in den vergangenen drei Jahren 47 leerstehende, meist ortsbildprägende Gebäude in den Ortszentren aktiviert werden – dadurch wurden 86 Wohn- oder Geschäftseinheiten mit einer Nutzfläche von 12.000 Quadratmetern geschaffen.“

Wertvollen Grund und Boden sparen

Vielerorts in Tirol konnten durch die Revitalisierung von Leerständen zudem Baulandreserven auf der grünen Wiese sowie Erschließungskosten gespart werden. „Im Zuge der Projekte der letzten drei Jahre wurde verhindert, dass zusätzliches Bauland im Umfang von rund 35.000 Quadratmetern bereitgestellt werden musste. Die Gemeinden ersparten sich außerdem Kosten für sonst notwendige Neuerschließungen von 1,2 Millionen Euro“, informiert LR Johannes Tratter. Ein Vorzeigebeispiel für die Schaffung von neuen Wohnflächen ist der bekannte Oberkollerhof in Söll. Dieser liegt direkt am Rand des Ortskerns am großen Wanderweg. Durch die Generalsanierung und den Anbau eines äußeren Stiegenlaufs an der Nordseite entstanden drei unabhängige Wohneinheiten. Nach außen bleibt der Hof in seinem typischen Erscheinungsbild mit Kastenfenstern, Windläden samt Kerbschnitzerei sowie vielen weiteren Details erhalten – neues, attraktives Wohnen in alten Mauern!

Autor: Maximilian Brandhuber
 

Revitalisierung der vergangenen Jahre

2016: 420.000 Euro Förderung / 16 Projekte / 33 geschaffene Nutzungseinheiten
2017: 460.000 Euro Förderung / 17 Projekte / 26 geschaffene Nutzungseinheiten
2018: 350.000 Euro Förderung / 14 Projekte / 27 geschaffene Nutzungseinheiten Gesamt: 1,23 Millionen Euro Förderung / 47 Projekte / 86 geschaffene Nutzungseinheiten
 
Auf der Facebook-Seite des Landes Tirol gibt’s alle Informationen zu aktuellen und bereits abgeschlossenen Projekten inklusive Bildmaterial.
 

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