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30. Jänner 2020

Fairplay auf den Skipisten

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Das Pistentourengehen hat sich vom Boom zum Trend im modernen Skisport entwickelt. Immer mehr Einheimische nützen Tirols Skigebiete für Pistentouren – untertags und auch abends.

Social Media Container: https://www.youtube.com/watch?v=JzvYHWDjaK8Und dies nicht ohne Grund, denn diese Sportart tut Leib und Seele gut, fördert die Gesundheit und steigert die Fitness. Manche haben aber auch einfach nicht das Können, die Erfahrung oder die Zeit, im freien Gelände unterwegs zu sein. Sie bevorzugen den gesicherten Skiraum und präparierte Pisten. Die große Zahl der Aktiven kann aber mitunter zu Konflikten führen – beispielsweise dann, wenn in der Pistenmitte aufgestiegen wird, abfahrende Ski- und SnowboardfahrerInnen behindert werden oder Spuren in die mit hohem Aufwand präparierten Pisten nach Betriebsschluss gezogen werden. Auch Sperrzeiten nicht einzuhalten, nicht am Rande der Pisten oder nebeneinander aufzusteigen und Hunde auf Pisten mitzunehmen trägt zu Konflikten bei. Zudem stellt die moderne Pistenpräparierung mit kaum zu erkennenden Seilwinden auch eine große Gefahr nicht zuletzt für die Sicherheit der PistentourengeherInnen selbst dar. Um den Pistentourensport konfliktfrei und gefahrlos ausüben zu können, hat die Abteilung Sport im Konsens mit den Interessenvertretern das „Tiroler Pistentourenmodell Sicher & Fair“ ausgearbeitet.

Dieses Modell beruht auf folgenden drei Säulen:

1. Einhaltung der zehn Pistentourenregeln des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit
2. Angebote für Abendpistentouren (insbesondere im Großraum Innsbruck)
3. Einheitlich markierte Aufstiegsrouten entlang der Pisten Viele Skigebietsbetreiber ermöglichen es PistentourengeherInnen, ihre Sportart auf sicheren und gut präparierten Pisten auszuüben.

An dieser Stelle ein Dankeschön dafür. Vorfälle wie jenen am Rangger Köpfl, wo ein uneinsichtiger Tourengeher den Pistenraupenfahrer sogar noch angegriffen hat, verurteilt Sportlandesrat LHStv Josef Geisler auf das Schärfste: „Wir setzen in Tirol auf attraktive Angebote für PistentourengeherInnen, auf gezielte Lenkungsmaßnahmen sowie auf Information und Bewusstseinsbildung. Wir wollen das Pistentourengehen, das vor allem von der heimischen Bevölkerung ausgeübt wird, verstärkt als Chance und Teil der Lebensqualität in Tirol sehen. Dazu müssen sich aber alle an die Spielregeln dieses Sports halten!“

Mit 10 Pistentourenregeln sicher und fair unterwegs

Um Unfälle und Konflikte zu vermeiden, sind neben den FIS-Verhaltensregeln auch folgende Pistentourenregeln zu beachten:

1. Warnhinweise sowie lokale Regelungen beachten.
2. Der Sperre einer Piste oder eines Pistenteils Folge leisten. Beim Einsatz von Pistengeräten – insbesondere mit Seilwinden – oder bei Lawinensprengungen etc. kann es zu lebensgefährlichen Situationen kommen. Pisten können daher aus Sicherheitsgründen für die Dauer der Arbeiten gesperrt sein.
3. Nur am Pistenrand und hintereinander aufsteigen.
4. Die Piste nur an übersichtlichen Stellen und mit genügend Abstand zueinander queren.
5. Frisch präparierte Pisten nur im Randbereich befahren. Über Nacht festgefrorene Spuren können die Pistenqualität stark beeinträchtigen.
6. Bis 22:30 Uhr oder einer anderen vom Seilbahnunternehmen festgelegten Uhrzeit die Pisten verlassen.
7. Sichtbar machen. Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht Stirnlampe, reflektierende Kleidung etc. tragen.
8. Bei besonders für Pistentouren gewidmeten Aufstiegsrouten/Pisten ausschließlich diese benützen. 9. Hunde nicht auf Pisten mitnehmen.
10. Ausgewiesene Parkplätze benützen und allfällige Parkgebühren entrichten.
Weitere Informationen wie Zeiten der Abendpistentouren oder das Tiroler Pistentouren- Leitsystem unter: www.tirol.gv.at/ sport/richtlinien-initiativen/pistentouren/
 

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