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29. Jänner 2020

Entwicklungszusammenarbeit: Geben und Nehmen auf Augenhöhe

Thomas Gebauer (Sprecher von Medico International), Lisa Ringhofer (Evaluierungsexpertin), LHStvin Ingrid Felipe, Belachew Gebrewold (Management Center Innsbruck) und Friedbert Ottacher (von li.) diskutierten über erwünschte Wirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen der Entwicklungszusammenarbeit.
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Thomas Gebauer (Sprecher von Medico International), Lisa Ringhofer (Evaluierungsexpertin), LHStvin Ingrid Felipe, Belachew Gebrewold (Management Center Innsbruck) und Friedbert Ottacher (von li.) diskutierten über erwünschte Wirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen der Entwicklungszusammenarbeit.
Durch die globale Debatte zur Klimagerechtigkeit sowie die unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklungen steht die Entwicklungszusammenarbeit und die internationale Kooperation vermehrt im Blickpunkt der politischen und medialen Aufmerksamkeit.

Das Land Tirol engagiert sich seit Jahrzehnten entwicklungspolitisch und unterstützte auch vergangenes Jahr konkrete Projektvorhaben von Tiroler Organisationen mit knapp einer Million Euro. Beim vierten Tiroler Entwicklungstag standen die erwünschten Wirkungen und die unerwünschten Nebenwirkungen der Entwicklungszusammenarbeit im Zentrum der Debatte.

Wirkungsvoll Projekte unterstützen

Der Entwicklungstag galt auch als Auftakt für die Neuausrichtung der Förderpolitik für internationale Zusammenarbeit, die im Laufe des Jahres 2020 abgeschlossen werden soll. Ziel dabei ist es, die Fördermittel des Landes noch wirkungsvoller in Projekte für den globalen Süden und Osten einzusetzen. „Entwicklungszusammenarbeit bedeutet für mich Kooperation, ein gegenseitiges Geben und Nehmen auf Augenhöhe. Das kann nur mit Achtsamkeit und wechselseitigen Respekt erreicht werden“, erklärt die für die Entwicklungszusammenarbeit zuständige Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe und bedankt sich bei dieser Gelegenheit für das Engagement der TirolerInnen.

Diskussion und Workshops zur Zukunft

In einer mit Fachleuten besetzten Podiumsrunde wurde am Vorabend des Entwicklungstages angeregt über die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit diskutiert. Themen waren dabei unter anderem eine globale Grundsicherung, die bessere Verzahnung von Hilfsgeldern mit Projekten für die wirtschaftliche Entwicklung oder Instrumente zur Wirkungsbeobachtung von Förderungen. Am Folgetag wurden im Landhaus drei unterschiedliche Workshops angeboten, zu denen die mit Projekten betrauten Tiroler Partnerorganisationen eingeladen waren.

Entwicklungshilfe auf verschiedenen Ebenen

Dabei wurde klar, dass es unterschiedlichste Wirkungen von Entwicklungshilfe auf verschiedenen Ebenen gibt, die Situationen, Gesellschaften, Verhaltensweisen und die Umwelt positiv, aber auch negativ beeinflussen können. Das Resümee von LHStvin Felipe nach dem Entwicklungstag: „Eine Abwägung der unterschiedlichen Wirkungen verbessert jedenfalls eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit sowie deren Programme und hilft, die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel bestmöglich einzusetzen. Diese Erkenntnisse werden wir bei der Überarbeitung der Förderrichtlinien berücksichtigen.“
 

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