26. November 2025

Was Esport und Gaming mit Tirols Tourismus zu tun haben

Junger Mann beim Computerspielen.
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Computer- und Konsolenspiele, die motorische Fähigkeiten, strategisches Denken und hohe Konzentration erfordern – das zeichnet Esport aus.
Welche Rolle spielt Esport im Leben von Jugendlichen und wie verändert sich ihr Freizeit- und Reiseverhalten dadurch?

Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Leuchtturmprojekt des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck, das vonseiten des Landes mit rund 200.000 Euro gefördert wird.
Während frühere Generationen durch Radio, Fernseher oder PC geprägt wurden, wächst die sogenannte Generation Alpha (ab Jahrgang 2010) mit neuen Freizeitgewohnheiten auf: Für viele sind Gaming und Esport eine bevorzugte Wahl, wenn es um Freizeitaktivitäten geht. Das Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck setzt genau hier mit einem zukunftsweisenden Vorhaben an: Ein vom Land Tirol unterstütztes Forschungsprojekt untersucht, wie Gaming und Esport auf das Freizeit- und Reiseverhalten dieser jungen Zielgruppe wirken. Die Ergebnisse sollen helfen, neue Ideen und Angebote für den Tourismus in Tirol zu entwickeln.
„Das Projekt zielt darauf ab, die Attraktivität Tirols für eine junge Zielgruppe zu erhöhen, neue Tourismusformate zu etablieren und die Digitalisierung in allen Lebensbereichen voranzutreiben. Gerade für Regionen wie Tirol, in denen Sport und Tourismus zu den wirtschaftlichen Säulen gehören, ist es unabdingbar, sich neuen und relevanten Trends zu widmen und die bestehenden Angebote daran anzupassen bzw. neue zu entwickeln“, betont Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Mario Gerber.

High-Tech-Labor für innovative Forschung

Im Zentrum des Forschungsprojekts steht eines der modernsten Forschungslabore Österreichs für Verhaltens- und Medienforschung – das sozialwissenschaftliche Labor der Universität Innsbruck. Hier werden mit Virtual-Reality-Brillen samt Eye-Tracking und High-End-Gaming- PCs Verhaltensstudien durchgeführt.
Beispielsweise stehen ProbandInnen vor einer virtuellen Hotelrezeption und treffen dort verschiedene Entscheidungen bezüglich der Wahl einer nachhaltigen Vor-Ort-Mobilitätsform.

Praxisnahe Lösungen für den Tourismus

Das Projektteam um Elisabeth Happ und Felix Wachholz arbeitet eng mit touristischen Partnern wie Tirol Werbung, dem Tourismusverband Mayrhofen und dem Esport Verband Österreich zusammen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen sollen gemeinsam mit den Destinationen praxisnahe Lösungen entwickelt werden, die nicht nur Bewegung und Sport stärken, sondern den Gästen von morgen ein modernes und attraktives Angebot bieten.

Überbetriebliche Lehre: Perspektiven schaffen – Fachkräfte sichern

Sozial benachteiligte und lernschwache Jugendliche, BildungsabbrecherInnen sowie leistungsstärkere Jugendliche in Lehrberufen mit Fachkräftemangel unterstützen, eine für sie passende Lehrstelle zu finden – das ist das Ziel der überbetrieblichen Lehrausbildung. Sie ist für Personen gedacht, die beim Arbeitsmarktservice (AMS) als lehrstellensuchend vorgemerkt sind, die Schulpflicht abgeschlossen haben und trotz intensiver Bemühungen keine geeignete Lehrstelle gefunden oder eine betriebliche Lehre abgebrochen haben.
Der Ausbildungsvertrag wird – im Gegensatz zu einer herkömmlichen Lehrausbildung – nicht mit einem Lehrbetrieb, sondern mit einer Schulungseinrichtung abgeschlossen. Ziel ist es, während der Ausbildung in die betriebliche Ausbildung in einem Unternehmen zu wechseln. Das Land Tirol fördert die überbetriebliche Lehrausbildung jährlich mit mehr als einer Million Euro.
„Die überbetriebliche Lehrausbildung bietet jungen Menschen, die keinen regulären Lehrplatz gefunden haben, die Chance auf eine qualifizierte Ausbildung und stärkt zugleich den Tiroler Wirtschaftsstandort. Unser Ziel ist klar: Kein Talent darf verloren gehen – jede und jeder soll die Möglichkeit haben, einen Beruf zu erlernen, der Perspektiven bietet“, erklärt LR Gerber.
Die Qualifizierungs- und Schulungsmaßnahmen finden in allen Tiroler Bezirken statt. Interessierte können sich an die Jugendberatung in ihrer regionalen AMS-Geschäftsstelle wenden. 
 
„Wir müssen bereits jetzt attraktive Angebote für die Gäste von morgen schaffen.“ – LR Mario Gerber

 

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