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16. Februar 2021

Fragen und Antworten zu „Tirol impft“

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In Tirol wird auf Hochtouren an der Durchführung, Planung und Verteilung der Covid-Impfungen gearbeitet. Da die Impfstoffe derzeit noch begrenzt zur Verfügung stehen, werden die Impfungen auf Basis des Tiroler Impfplans verteilt: Jene Menschen, die durch das Coronavirus besonders gefährdet sind, sowie definierte Personen-, Risiko- und Berufsgruppen erhalten die Impfung in einer ersten Phase, die voraussichtlich bis Ende März bzw. Anfang April läuft. Sobald weitere Impfstoffe zugelassen sind und diese geliefert werden können, wird sich die Versorgungssituation bessern.

WANN WIRD IN TIROL GEIMPFT?
Die Covid-Impfungen sind in Tirol bereits angelaufen. Diesen liegt die Tiroler Impfstrategie zugrunde, die bei zusätzlich zur Verfügung stehenden Impfstoff en auch jederzeit adaptiert werden kann.

WER KANN SICH IN TIROL GEGEN DAS CORONAVIRUS IMPFEN LASSEN?
In Tirol wohnhafte oder berufstätige Personen mit österreichischer Sozialversicherungsnummer ab dem vollendeten 16. oder 18. Lebensjahr – je nach Impfstoff – können sich gegen das Coronavirus impfen lassen.

SIND DIE COVID-IMPFUNGEN FÜR KINDER GEEIGNET?
Derzeit steht kein Covid-Impfstoff zur Verfügung, der für Kinder zugelassen ist.

IST DIE CORONA-IMPFUNG IN TIROL KOSTENLOS?
Ja.

IST DIE CORONA-IMPFUNG IN TIROL FREIWILLIG?
Ja. Bei der Covid-Impfung wird auf Freiwilligkeit und Aufklärung gesetzt.

WO WERDEN IN TIROL IMPFUNGEN DURCHGEFÜHRT?
Die Impfung der breiten Bevölkerung wird künftig vorrangig von teilnehmenden niedergelassenen ÄrztInnen durchgeführt und nach Möglichkeit auch an unterschiedlichen Impfstandorten angeboten – beispielsweise Krankenanstalten oder weiteren Standorten. Die Impfstandorte werden gegebenenfalls unter www.tirolimpft.at erweitert. Derzeit (mit Stand 3. Februar 2021) stehen neben knapp 600 teilnehmenden niedergelassenen ÄrztInnen folgende Impfstandorte zur Auswahl: Messehalle Innsbruck, Klinik Innsbruck, Sanatorium Kettenbrücke, Privatklinik Hochrum, Landeskrankenhaus Hall, Bezirkskrankenhaus Kufstein, Bezirkskrankenhaus St. Johann, Reha Münster, Kursana Wörgl, Bezirkskrankenhaus Lienz, Bezirkskrankenhaus Reutte, Bezirkskrankenhaus Schwaz, Krankenhaus St. Vinzenz Zams, MedAlp Sportclinic Imst, Stadtsaal Landeck sowie Kundenservice- Stellen der ÖGK (Imst, Kitzbühel, Kufstein, Landeck, Reutte, Lienz, Telfs und Wörgl).

WO KANN ICH MICH FÜR EINE COVID-IMPFUNG VORMERKEN?
Impfwillige Personen können sich unter www.tirolimpft.at für eine Covid-Impfung unverbindlich vormerken lassen. Nach einer Vormerkung erhalten sie zeitgerecht weitere Informationen. Dies wird aufgrund der aktuellen Liefergegebenheiten noch etwas Geduld erfordern – alle zur Verfügung stehenden Impfstoff e werden jedenfalls schnellstmöglich verimpft. Die Reihung erfolgt gemäß dem Tiroler Impfplan und den dort definierten Phasen bzw. Personengruppen.
Weitere Informationen finden Sie dazu auf Seite 13.
Folgende Personen benötigen keine Vormerkung über das Online-System:
• Personen in Altenwohn- und Pflegeheimen (Kontakt und Information über die jeweilige Einrichtung)
• Personen in Krankenanstalten (Kontakt und Information über den Arbeitgeber).
• Personen über 80 Jahre, die sich bereits im Rahmen der Bedarfserhebung der Gemeinden registrieren haben lassen.

KÖNNEN SICH PERSONEN MIT VORERKRANKUNGEN BZW. (HOCH-)RISIKOPATIENTiNNEN ÜBER WWW.TIROLIMPFT.AT VORMERKEN LASSEN?
Personen mit Vorerkrankungen bzw. (Hoch-)Risikopatient- Innen werden gebeten, sich vorab mit ihren betreuenden ÄrztInnen zu beraten. Sofern dort keine gesonderte Impf- Liste für Personen mit hohem Erkrankungsrisiko geführt wird, können auch sie sich online unter Angabe ihrer Risikogruppenzugehörigkeit unverbindlich unter www.tirolimpft.at vormerken lassen. Unter www.tirol.gv.at, Bereich „Tirol impft“ / Fachinformationen finden Sie eine Übersicht der Risiko-Kategorien.

WANN KÖNNEN PERSONEN MIT WEITEREN INFORMATIONEN ZU IHRER COVID-SCHUTZIMPFUNG RECHNEN?
Infolge der unverbindlichen Vormerkungen erhalten die Personen zeitgerecht weitere Informationen an die von ihnen angegebenen Kontaktdaten. Da die Impfstoffe derzeit begrenzt zur Verfügung stehen, wird es noch etwas Geduld erfordern, bis einzelne Berufsgruppen, Betriebe oder die breite Bevölkerung geimpft werden können. Die Vorgehensweise und zeitliche Abfolge basieren auf dem Tiroler Impfplan. Wann genau konkrete Informationen zu Impfterminen an die vorgemerkten Personen versendet werden, hängt von der Verfügbarkeit der Impfstoffe ab – als zeitliche Orientierung dient auch der Tiroler Impfplan. Eine (telefonische) Kontaktaufnahme mit den niedergelassenen ÄrztInnen bzw. Impfstandorten ist daher derzeit nicht erforderlich.

KANN EINE VORMERKUNG AUCH TELEFONISCH ERFOLGEN?
Die Bevölkerung wird gebeten, jedenfalls die Möglichkeit einer Online-Vormerkung in Anspruch zu nehmen. Bitte unterstützen Sie Personen bzw. Angehörige, die eine Online- Vormerkung nicht selbst erledigen können – beispielsweise, weil sie keinen Internetzugang haben oder mit dem Internet nicht vertraut sind. In Ausnahmefällen kann die Vormerkung auch telefonisch über die Gesundheitshotline 1450 erfolgen. Es wird gebeten, die 1450 tatsächlich nur für Ausnahmefälle zu nutzen. So kann eine Überlastung der Telefonleitungen vermieden und die Kapazitäten für jene Personen freigehalten werden, die keine andere Möglichkeit haben (weil beispielsweise auch keine Angehörigen zur Verfügung stehen, die dies online für sie erledigen könnten).

HABEN DER ZEITPUNKT DER VORMERKUNG ODER DER IMPFSTANDORT EINEN EINFLUSS DARAUF, WANN PERSONEN EINE COVID-IMPFUNG ERHALTEN?
Nein. Der Zeitpunkt der Vormerkung sowie der Impfstandort haben keinen Einfluss auf eine allfällige Reihung. Diese wird auf Basis des Tiroler Impfplans und entsprechender Priorisierungen (Alters-, Risiko- und/oder Berufsgruppenzugehörigkeit) bzw. je nach Verfügbarkeit der Impfstoffe (und deren Zulassungsvorgaben) durchgeführt. Sobald mehrere Impfstoffe zur Verfügung stehen und diese geliefert werden können, wird sich die Versorgungssituation verbessern.

WANN UND WIE WERDEN IN DEN FOLGENDEN WOCHEN UND MONATEN KONKRETE IMPFTERMINE VERGEBEN?
Impftermine können dann vergeben werden, sobald die Impfstoffe entsprechend zur Verfügung stehen. Die vorgemerkten Personen erhalten zur weiteren Vorgehensweise bzw. konkreten Terminbuchung jedenfalls auf Basis ihrer bekanntgegebenen Daten eine Nachricht an die jeweiligen Kontaktdaten: Personen, die sich für eine Impfstation (beispielsweise an einer Krankenanstalt) vorgemerkt haben, erhalten beispielsweise eine Nachricht, sobald sie dort einen konkreten Impftermin einbuchen können. Personen, die sich im niedergelassenen Bereich vorgemerkt haben, werden bei Verfügbarkeit von Impfstoffen vom niedergelassenen Arzt bzw. der niedergelassenen Ärztin kontaktiert.

WIE VERHALTE ICH MICH VOR UND NACH EINER IMPFUNG?
Wenn Sie nach einer früheren Impfung oder anderen Spritze ohnmächtig geworden sind oder zu Sofortallergien neigen, teilen Sie dies bitte der Impfärztin/dem Impfarzt vor der Impfung mit. So können diese Sie nach der Impfung gegebenenfalls länger beobachten. Allergische Reaktion, oftmals mit Hauterscheinungen beginnend, können auch Stunden nach der Impfung auftreten – eine sofortige Kontaktaufnahme mit einem Arzt/einer Ärztin ist dann erforderlich. Zu anderen Impfungen soll ein Abstand von mindestens 14 Tagen eingehalten werden. Wie nach jeder Impfung sind schwere körperliche Belastungen in den nächsten zwei bis drei Tagen nicht ratsam. Bei Schmerzen oder Fieber nach der Impfung können schmerzlindernde/ fiebersenkende Medikamente (z.B. Paracetamol) eingenommen werden. Ihre Hausärztin/Ihr Hausarzt kann Sie hierzu beraten.

MUSS ICH INFOLGE MEINER VORMERKUNG NOCH AKTIV WERDEN BZW. JEMANDEN KONTAKTIEREN?
Nein. Sie erhalten an die von Ihnen bekannt gegebenen Kontaktdaten weitere Informationen. Nach Ihrer Vormerkung steht Ihnen auch eine persönliche Daten-Seite zur Verfügung. Dort können Sie Angaben ändern - beispielsweise sobald es weitere Berufsgruppen zur Auswahl gibt und diese besser auf Sie zutreffen.

WIE VIELE IMPFUNGEN SIND ERFORDERLICH, UM VOR EINER CORONAINFEKTION GESCHÜTZT ZU SEIN?
Der erste zugelassene Impfstoff war jener von BioNTech/ Pfizer. Der Impfstoff wird in zwei Dosen im Abstand von zumindest 21 Tagen verabreicht. Der zweite bereits zugelassene Impfstoff von Moderna wird ebenfalls in zwei Dosen, aber mit einem zumindest vierwöchigen Abstand verabreicht. Auch AstraZeneca wird in zwei Dosen verabreicht, der Abstand zur Erstimpfung soll elf bis zwölf Wochen betragen.

KANN ICH MIR AUSSUCHEN, WELCHEN IMPFSTOFF ICH ERHALTE?
Die Impfstoffe kommen zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf den Markt, sodass eine freie Wahl aufgrund der jeweiligen Verfügbarkeit derzeit nicht möglich sein wird. Für die zweite Teilimpfung wird jedenfalls der Impfstoff desselben Herstellers verwendet.

KANN EIN COVID-IMPFSTOFF ABGELEHNT WERDEN?
Die Covid-Schutzimpfungen sind freiwillig. Derzeit stehen die Impfstoffe noch begrenzt zur Verfügung, weshalb sie auf Basis der Tiroler Impfstrategie priorisiert verteilt werden. Die individuelle Auswahl eines Impfstoffs ist aufgrund der begrenzten Verfügbarkeiten derzeit nicht möglich, dementsprechend kann ein Impfstoff dahingehend auf freiwilliger Basis auch abgelehnt werden. Es ist jedoch zu beachten, dass eine Zuweisung eines anderen Impfstoffes aktuell nicht stattfinden kann.

WIE WIRKSAM IST DIE COVID-IMPFUNG?
Bei den mRNA-Impfstoffen wie von BioNTech/Pfizer oder Moderna liegt entsprechend der vorliegenden Studienergebnisse eine Wirksamkeit von rund 95 Prozent vor. Der Vektorimpfstoff von AstraZeneca hat eine geringere Wirksamkeit eine Erkrankung zu verhindern, kann aber die Erkrankungsschwere günstig beeinflussen. Weitere Impfstoffe werden derzeit hinsichtlich ihrer Zulassung geprüft. Ob geimpfte Personen, die durch die Impfung vor einer Erkrankung geschützt sind, den Coronavirus auf andere Personen übertragen können, ist derzeit noch Gegenstand von wissenschaftlichen Studien.

WIE SICHER IST DIE IMPFUNG?
Ein Impfstoff wird erst nach ausreichender Überprüfung zugelassen. Wie jeder andere Impfstoff wird auch ein neuer Impfstoff, der vor dem Coronavirus schützen soll, intensiv geprüft. Hier gibt es klare gesetzliche und wissenschaftliche Vorgaben, die eingehalten werden müssen. Nur wenn sich dabei eine positive Nutzen-Risiko-Relation zeigt, wird der Impfstoff für den Markt zugelassen.

KÖNNEN COVID-IMPFSTOFFE NEBENWIRKUNGEN VERURSACHEN?
Ja. Impfreaktionen als Ausdruck der (erwünschten) immunologischen Abwehrreaktion des Körpers wie Müdigkeit oder ein „grippiges“ Gefühl sind wie bei anderen Impfungen auch möglich. Dabei handelt es sich um Zeichen der normalen Auseinandersetzung des Körpers mit dem Impfstoff. Solche Impfreaktionen klingen, wenn sie überhaupt auftreten, normalerweise innerhalb weniger Tage wieder ab. In seltenen Fällen treten allergische Reaktionen auf. Zu erwartende „echte“ Nebenwirkungen werden im Rahmen von weiteren laufenden Studien erfasst. Quelle und weitere Informationen dazu: www.sozialministerium.at.
Den Aufklärungsbogen zu den derzeit zugelassenen Impfstoffen finden Sie unter www.tirolimpft.at (Bereich „Fragen und Antworten zur Corona-Impfung“, Medizinische Information).

WER IST FÜR DIE IMPFSTRATEGIE IN TIROL VERANTWORTLICH?
Die Koordination und Organisation wurde in der zweiten Kalenderwoche 2021 vom Bund an die Länder übertragen. Der Bund ist weiterhin für die Beschaffung der Impfstoffe verantwortlich, während das Land Tirol für die Organisation, Verteilung und Durchführung zuständig ist.

WELCHE IMPFSTOFFE STEHEN IN TIROL DERZEIT ZUR VERFÜGUNG?
Aktuell (Stand 5. Februar 2021) sind in Österreich die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna zugelassen. Auch weitere Impfstoffe sollen nach deren Zulassung in Tirol verimpft werden – beispielsweise jener von AstraZeneca, der am 29. Jänner 2021 in der Europäischen Union zugelassen wurde.

WIE GELANGEN DIE IMPFSTOFFE NACH TIROL?
Die Impfstoffe werden vom Bund bestellt und von den Herstellerfirmen direkt an die Pharmagroßhändler der Bundesländer geliefert. Von dort werden sie an die jeweiligen Bedarfsträger (beispielsweise Altenwohn- und Pflegeheime) weitergegeben.

WERDEN IN TIROL IMPFSTOFFE „GEHORTET“?
Nein. Sämtliche für die ersten Impfungen zur Verfügung stehenden Impfstoffe werden umgehend verwendet. 
 

Informationsstellen „Covid-Impfungen“

Website des Landes Tirol: www.tirolimpft.at
Hotline des Landes Tirol: 0800 80 80 30 (täglich von 8 bis 22 Uhr erreichbar)
Website des Sozialministeriums: www.sozialministerium.at
Hotline der Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES): 0800 555 621 (täglich rund um die Uhr erreichbar)
Bei Fachfragen der impfenden ÄrztInnen: www.aerztekammer.at 
 

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