zurück zur Übersicht
08. April 2019

Fahrende Verkehrsrisiken von Tirols Straßen verbannen

von Maximilian Oswald
LHStvin Felipe lässt sich die genaue Funktionsweise des Prüfzugs erklären (von li.): Bernhard Knapp, (Abt. Verkehrsrecht), Markus Widmann (LVA), LHStvin Ingrid Felipe, Christian Ehrensberger (LVA) und Andreas Orgler (ASFINAG).
Beitrag teilen
LHStvin Felipe lässt sich die genaue Funktionsweise des Prüfzugs erklären (von li.): Bernhard Knapp, (Abt. Verkehrsrecht), Markus Widmann (LVA), LHStvin Ingrid Felipe, Christian Ehrensberger (LVA) und Andreas Orgler (ASFINAG).
Das ist das Ziel des Mobilen Prüfzugs der ASFINAG. Die Tiroler Landeszeitung war gemeinsam mit Tirols Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe in Vomp, um sich die LKW-Kontrollen anzusehen.

Eine rot leuchtende Polizei-Kelle signalisiert: Bitte folgen! Die Beamten des Streifenwagens haben mit ihrem geschulten Auge einen bereits etwas älteren LKW erspäht. Am Autobahnparkplatz wurde der ASFINAG-Prüfzug bereits aufgebaut, die Techniker warten auf ihren Einsatz. Nachdem die Exekutivbeamten den Fahrer und seine Ladung überprüft haben, werden Zugmaschine und Anhänger genauer unter die Lupe genommen. Auf der ersten Prüframpe der mobilen Kontrolleinrichtung werden zunächst die Bremsen auf ihre Leistung getestet, anschließend werfen die Sachverständigen einen Blick unter das Führerhaus. Alles wird akribisch in Checklisten vermerkt.

Auch Kontrollen auf Tirols Landesstraßen

Nicht nur auf Autobahnen werden LKW auf ihre Fahrtauglichkeit hin überprüft, auch auf Landesstraßen werden regelmäßig Kontrollen durchgeführt. Hier wird die Exekutive durch technische Experten des Landes unterstützt. „In enger Kooperation sorgen Land, Polizei und ASFINAG dafür, dass die strengen Sicherheitsauflagen eingehalten und Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer, die sich nicht daran halten, wortwörtlich aus dem Verkehr gezogen werden“, erläutert Verkehrslandesrätin LHStvin Felipe. „Und die Zahlen geben uns recht: Durch die intensive Kontrolltätigkeit in Tirol konnten viele Fahrzeuge vorläufig gestoppt werden, die ansonsten eine Gefahr dargestellt hätten. Zudem beobachten wir, dass sich der Sicherheitsstandard bei den Schwerfahrzeugen im Laufe der Jahre kontinuierlich verbessert hat. Frächter wissen, dass es auf Tiroler Straßen ein engmaschiges Kontrollnetz gibt und setzen daher großteils moderne LKW für die Fahrt auf Tirols Straßen ein.“

Künftig noch mehr Prüftage

Die Landesregierung möchte diese Erfolgsgeschichte fortsetzen und die Kontrolltätigkeit intensivieren. 2019 wird es deshalb um rund 30 Prozent mehr Einsatztage für den ASFINAG-Prüfzug geben – 146 statt bisher 114. „Tirols Straßen sollen noch sicherer werden. Diese Maßnahme wird dazu beitragen“, betont LHStvin Felipe am Rande der Kontrollen in Vomp. Der LKW befindet sich mittlerweile auf der zweiten Prüframpe. Mit der dort integrierten „Rüttelplatte“ können etwaige Schäden am Fahrgestell festgestellt werden. Nach etwa 20 Minuten ist der Check beendet. Das von den Technikern erstellte Gutachten weist keine gravierenden Mängel auf. „Ansonsten hätte man den Lenker an der Weiterfahrt gehindert und Zulassung und Kennzeichen entzogen, bis die Mängel behoben worden sind“, erklärt Markus Widmann, Leiter der Landesverkehrsabteilung der Tiroler Polizei.

Autor: Maximilian Oswald

Land Tirol/Oswald / proofzug_8©oswald / Zum Vergrößern auf das Bild klicken


ZAHLEN ZU KONTROLLEN 2018:
• 170 gemeinsame Einsätze der Polizei und der Landestechniker
• 114 Einsatztage für den ASFINAG-Prüfzug
• über 2.200 Gutachten (rund 1.200 durch Landestechniker sowie ca. 1.000 durch den Prüfzug) • davon 1.572 Fahrzeuge mit keinen oder leichten Mängeln
• 402 Fahrzeuge mit schweren Mängeln
• 250 Fahrzeuge mit „Gefahr im Verzug“-Mängeln
• 356 Untersagungen der Weiterfahrt
• 122 Kennzeichenabnahmen
• 279 Überladungsfälle
• 62 Ladungssicherungsdelikte und
• 1.456 Fälle von Lenk-/Ruhezeitdelikten  

 

Letzte Ausgaben