Bundesweit werden die Zivilschutzsirenen und der AT-Alert getestet. Gleichzeitig soll die Bevölkerung auch über die Bedeutung der Sirenensignale und die Funktionsweise von AT-Alert informiert und sensibilisiert werden. Denn Zivilschutz ist wichtig.
Zivilschutz bedeutet vor allem auch Eigenverantwortung: Kommt es zu einem Ernstfall – beispielsweise eine Naturkatastrophe oder andere bedrohliche Situationen – wird die Bevölkerung in Tirol primär über den Zivilschutzalarm und/oder AT-Alert gewarnt.
Wer einen Zivilschutzalarm (Sirenen) hört oder einen AT-Alert erhält, muss die Warnung ernst nehmen und selbstständig handeln.
Handlungsempfehlungen und Infos zur Lage erhält die Bevölkerung in den AT-Alert-Warntexten sowie über ORF-Radio Tirol. Informationen dazu gibt es auch auf der Website und den Social-Media-Kanälen des Landes Tirol, in Form von Push-Meldungen der Land Tirol App sowie über weitere Medien. Werden Handlungsempfehlungen wie beispielsweise das Schließen der Fenster ausgesprochen, gilt es, diese zum eigenen Schutz zu befolgen. Und auch vorsorglich kann jede und jeder einiges für die eigene Sicherheit tun: Jeder Haushalt sollte für den Ernstfall gerüstet sein und über einen Vorrat an Lebensmitteln und anderen notwendigen Dingen verfügen.
Zivilschutzsirene vs. AT-Alert
Eine Zivilschutzwarnung mit Sirenen wird von den zuständigen Behörden angefordert, wenn eine konkrete Gefahr für Menschen besteht. Ergänzend zu den Zivilschutzsirenen wird immer auch der AT-Alert ausgelöst, um die Warnung noch besser zu verbreiten. Ein AT-Alert kann aber auch unabhängig von einer Zivilschutzwarnung ausgelöst werden, um die Bevölkerung über Gefahren zu informieren – beispielsweise, wenn es zu einem größeren Brand mit Rauchentwicklung kommt und keine direkte Gefahr für Menschen im Umkreis besteht.Gut zu wissen
- In Tirol gibt es insgesamt 1.025 Zivilschutzsirenen. Sie werden im Ernstfall ausgelöst, um die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen.
- Rund die Hälfte der Tiroler Sirenen sind an eine Notstromversorgung angeschlossen – gewarnt werden kann also auch bei großflächigem Stromausfall.
- Mit dem Warn- und Alarmierungssystem des Landes Tirol werden im Ernstfall die Einsatzkräfte wie Feuerwehr oder Rettungsdienst alarmiert. Damit diese Info direkt bei den Mitgliedern der Einsatzorganisationen ankommt, gibt es 16.000 Pager (Personenrufempfänger). Das System funktioniert auch bei Stromausfall.
- Für die direkte Kommunikation zwischen den Behörden und Einsatzorganisationen gibt es ein notstromversorgtes Digitalfunknetz (Digitalfunk BOS-Austria). Damit kann selbst bei einem Blackout kommuniziert werden – dafür gibt es in Tirol rund 14.000 Funkgeräte.
„In einer Notsituation müssen nicht nur Behörden und Einsatzkräfte gut vorbereitet und alle Systeme funktionsbereit sein – auch die Bevölkerung muss wissen, was zu tun ist.“
Sicherheitslandesrätin Astrid Mair